Maya (2000 v. Chr. – 16. Jh.)

Die Maya waren eine indigene Zivilisation, die in Mesoamerika, vor allem auf dem Gebiet des heutigen Guatemala, Belize, Honduras, El Salvador und Teilen von Mexiko, zwischen etwa 2000 v. Chr. und dem 16. Jahrhundert n. Chr. blühte. Sie waren bekannt für ihre hoch entwickelte Kultur, ihre Architektur, ihr Schriftsystem, ihre Mathematik, Astronomie und ihre künstlerischen Fähigkeiten.

Die Maya-Gesellschaft bestand aus Stadtstaaten, die politisch unabhängig voneinander waren. Jeder Stadtstaat wurde von einem König regiert, der als göttlicher Herrscher angesehen wurde. Die Maya hatten eine komplexe soziale Hierarchie, die von der königlichen Familie und dem Adel bis hin zu Bauern, Handwerkern und Sklaven reichte.

Die Maya errichteten beeindruckende Städte mit Tempeln, Palästen und Ballspielplätzen. Ihre Architektur war bekannt für präzise ausgerichtete Tempelpyramiden und kunstvolle Reliefs. Die bekanntesten Maya-Städte sind Tikal, Chichén Itzá, Palenque und Copán.

Die Maya entwickelten ein komplexes Schriftsystem, das aus Hieroglyphen bestand. Sie waren auch sehr versiert in Mathematik und Astronomie und entwickelten einen hoch präzisen Kalender, der sowohl den Sonnen- als auch den Mondzyklus verfolgte.

Im 16. Jahrhundert wurden die meisten Maya-Städte von den spanischen Eroberern erobert und zerstört. Dies führte zum Zusammenbruch der klassischen Maya-Zivilisation. Die Maya-Kultur und ihre Nachfahren bestehen jedoch bis heute weiter, und viele Maya-Gemeinschaften bewahren ihre Sprache, Traditionen und kulturellen Praktiken.

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