12. Jh. – Ereignisse

  1. Kreuzzüge: Das 12. Jahrhundert war von den Kreuzzügen geprägt. Die europäischen Christen führten mehrere Kreuzzüge in das Heilige Land, um es aus muslimischer Kontrolle zurückzuerobern. Darunter waren der Erste Kreuzzug (1096-1099) und der Dritte Kreuzzug (1189-1192).
  2. Investiturstreit: Der Investiturstreit war ein langwieriger Konflikt zwischen dem Heiligen Römischen Kaiser und dem Papst um die Frage der Investitur, also die Ernennung von Bischöfen und anderen Kirchenvertretern. Der Konflikt dauerte von den späten 1070er bis in die frühen 1120er Jahre und hatte weitreichende Auswirkungen auf die politische und religiöse Machtstruktur in Europa.
  3. Wiederbelebung der Städte: Im 12. Jahrhundert erlebten viele europäische Städte ein Wachstum und eine wirtschaftliche Blüte. Die Entstehung von Handelsnetzwerken und die Entwicklung der städtischen Autonomie führten zur Bildung mächtiger städtischer Gemeinschaften und zur Stärkung der bürgerlichen Kultur.
  4. Aufstieg der Universitäten: Das 12. Jahrhundert sah auch den Aufstieg der Universitäten in Europa. Institutionen wie die Universität von Bologna (gegründet 1088) und die Universität von Paris (gegründet um 1150) wurden Zentren des Lernens und der intellektuellen Entwicklung.
  5. Architektur und Kunst: Die Romanik war die vorherrschende Kunst- und Architekturstilrichtung des 12. Jahrhunderts. Es entstanden imposante Kathedralen und Klöster, wie beispielsweise die Kathedralen von Chartres und Canterbury, die die europäische Architektur und Kunst maßgeblich prägten.
  6. Entwicklung der Literatur: Im 12. Jahrhundert entstanden bedeutende literarische Werke, wie zum Beispiel die Artusromane und die Troubadour-Dichtung. Auch philosophische und theologische Schriften wie die von Peter Abaelard und Bernhard von Clairvaux hatten großen Einfluss.